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Historie der Fröbelschule

Erst seit 1965 (01.4.1965 Gesetz zur Vereinheitlichung und Ordnung des Schulwesens) besteht in Baden-Württemberg die Pflicht zum Besuch der Sonderschule für Bildungsschwache. Bis dahin gab es im Land keine staatlichen Schulen für Geistigbehinderte. Die Kinder und Jugendlichen waren entweder als „bildungsunfähig" zu Hause, oder einzelne unauffällige Kinder wurden damals in Hilfsschulen oder auch in Volksschulen – ohne entsprechendes Lernangebot - geduldet.

Ab 1966 entstanden die Sonderschulen für Geistigbehinderte bzw. wie sie damals hießen für Bildungsschwache.

Am 6.6.1966 wurde in Fellbach eine der ersten Sonderschulen für Bildungsschwache im Land
eingerichtet. Schulträger war damals die Stadt Fellbach. Im Januar 1969 wurde die Schulträger-schaft vom Kreis übernommen. Als erste Kreiseinrichtung wurde im November 1967 die Fröbel-Schule in Waiblingen eröffnet.

Der Schule in Waiblingen folgte als weitere Kreiseinrichtung im September 1969 die Fröbel-Schule in Winnenden. Die Entstehung von Schulen, die den Lernbedürfnissen ihrer Kinder entsprachen, stieß bei den betroffenen Eltern auf große Zustimmung, Dankbarkeit und Akzeptanz.

Die Nachfrage nach Schulplatzen stieg explosionsartig an. Es musste an- und umgebaut werden, weitere Provisorien in Waiblingen, Fellbach, Oeffingen und Winnenden wurden errichtet.

Eine gemeinsame neue Schule wurde anstelle der Provisorien geplant.

Im November 1976 war der Einzug in die „Zentrale Sonderschule in Fellbach-Schmiden". Mit einem Kostenaufwand von über 10 Millionen DM war es damals der modernste Bau und die am besten eingerichtete Sonderschule in Nordwürttemberg.

Die Provisorien für Bildungsschwache in Fellbach, Oeffingen, Waiblingen und Winnenden haben sich zu einer großen und modernen Schule für Geistigbehinderte und seit Anfang der neunziger Jahre durch Umbaumaßnahmen auch zur Schule für Körperbehinderte entwickelt.

Mit dem baulichen Wandel ging auch eine grundlegende Strukturveränderung einher, die alle Beteiligten zu dauerndem Hinterfragen zwingt. Auf der einen Seite die Einrichtung von Außenklassen, auf der anderen Seite haben die Schwere und Vielfalt der Behinderungen zugenommen. Beides verlangt neue Lösungsversuche mit erheblichen Anforderungen.

Die Schule für Geistig- und Körperbehinderte in Schmiden dokumentiert, dass der Rems-Murr-Kreis seine Verpflichtung als Schulträger mit Ernst und großer Verantwortung erfüllt.

In 40 Jahren hat sich unser heutiges gut ausgebautes und ausgestattetes Sonderschulwesen für Geistig- und Körperbehinderte entwickelt und realisiert.

In der Fröbel-Schule Fellbach-Schmiden werden heute junge Menschen mit Behinderung – vom Säugling bis zum jungen Erwachsenen - betreut und schulisch gefördert:

• von der sonderpädagogischen Frühbetreuung und Beratung
• über den Sonderschulkindergarten
• die Eingangs-, Haupt- und Berufsschulstufe

• durch Intensivkooperation in verschiedenen Außenklassen an allgemeinen Schulen

Eltern, Kindergärten, Grund- und Förderschulen bietet die Fröbel-Schule kompetente Beratung.

 
 
 
 
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